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2. Bergungsgruppe - Typ B (2. BGr)
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Die 2. Bergungsgruppe (kurz: 2. BGr) ist Bestandteil des Technischen Zuges beim THW. Sie ist neben einer Grundausstattung, die weitgehend jener der 1. BGr ähnelt, mit zusätzlichen, schwereren Komponenten ausgerüstet. Insbesondere nutzt sie elektrische und hydraulische Werkzeuge. Mit diesen Werkzeugen kann die 2. BGr schwere Bergung auch da leisten, wo Abgase oder Lärm verbrennungsgetriebener Werkzeuge den Einsatz behindern oder Verletzte gefährden würden. In den 66 Geschäftsführerbereichen ist je einmal als Typ B eine „schwere“ Version der 2.BGr, vorhanden. Sie ist zusätzlich mit Betonkettensäge, Plasmaschneider, Kernbohrgerät und schweren Hebekissen (132 t) ausgestattet. Dies ist in Osterode der Fall.

Der Einsatz der 2. BGr erfolgt weitgehend stationär am Schwerpunkt des Einsatzgeschehens. Die Energieversorgung sichert ein 80 kVa Aggregat auf einem Anhänger. Im Mehrzweckkraftwagen (MzKW) sind die Ausstattung auf Rollcontainern verlastet. Die Entnahme dieser erfolgt durch eine 1,5 t Ladebordwand.

Aufgaben

Die allgemeine Aufgabenbeschreibung entspricht der der 1. Bergungsgruppe.

Zusätzliche Aufgaben der 2. Bergungsgruppe im einzelnen:

  • die B 2 Typ B führt schwere Bergungsarbeiten mit Hochleistungsgeräten durch
  • unterstützt technisch andere Bergungs- und Fachgruppen
  • versorgt andere Bergungs- und Fachgruppen mit zusätzlicher elektrischer Energie

Funktions- und Helferübersicht

Stärke: 0/3/9/12

1 x Gruppenführer (GrFü)

2 x Truppführer (TrFü) mit Zusatzfunktion Atemschutzgeräteträger (AGT) / ABC-Helfer (ABC-He)

9 x Fachhelfer

In der 2. Bergungsgruppe werden durch die Fachhelfer folgende Zusatzfunktionen besetzt (Doppel-Zusatzfunktionen notwendig, z. B.: Kraftfahrer CE und Sprechfunker):

4 x Atemschutzgeräteträger (AGT) / ABC-Helfer (ABC-He)

2 x Kraftfahrer CE / Sprechfunker (SprFu)

1 x Sanitätshelfer (SanHe)

1 x Schweißer/Brennschneider (SBr)

2 x Motorsägenführer (MotSäFü)

1 x Maschinist Stromerzeuger (MaschSEA)

Besondere Regelungen:

Vier der o.g. Helfer sollen über eine der folgenden beruflichen Qualifikationen verfügen:

- Holzbauhandwerker (z. B. Zimmermann, Bauschreiner, Dachdecker, etc.)

- Metallhandwerker (z. B. Schlosser, Mechaniker, etc.)

- Bauhandwerker (z. B. Maurer, Betonbauer, Tiefbauer, etc.)

- Elektrohandwerker

Charakteristisches Gerät in Stichworten: NEA 80kVA, Betonkettensäge elektrohydraulisch, Kernbohrgerät d=100mm, Plasmaschneidgerät 100A, Sauerstoffkernlanze, Schwerlast Hebekissen 132t, Stromerzeuger 8 kVA Energieverteilersatz, Flutlichtleuchtensatz, Trennschleifer elektrisch, Kettensäge elektrisch, Zuggerät 32 kN, Heber hydraulisch (2mal), Elektroden-Schweißgerät, Atemschutzgeräte-Ausstattung, Rettungsausstattung, Krankentransportausstattung, Tauchpumpen 800 l/min, Kettenmotorsägen, Leitern

Fahrzeug 2. BGr (Typ B): Mehrzweckkraftwagen (MzKW), Allrad, Gruppenfahrerhaus

Qualifikation des Personals der 2. BGr (Typ B): Die besondere technische Leistungsfähigkeit der 2. Bergungsgruppe (Typ B) erfordert zusätzlich zum Ausbildungsgang wie in der 1. BGr besonders geschulte Maschinisten (für Elektrik, Pneumatik, Hydraulik). Vorzugsweise sind hier beruflich vorgebildete Helfer tätig.

 

Unser Strom ist blau


 
Bei ihren Rettungseinsätzen sind die Helfer des THW auf Strom angewiesen: Sie benötigen ihn, um den Einsatzort auszuleuchten und um Bergungsgeräte mit elektrischem Antrieb anzuschließen. Da die lokale Stromversorgung in Notfällen oft unterbrochen ist, gehören Stromaggregate beim THW zur Standardausrüstung.
 
Stromaggregate funktionieren wie elektrische Generatoren: Beide wandeln mechanische in elektrische Leistung um. Ein Verbrennungsmotor treibt die mechanische Welle an, die eine Spule in einem Magnetfeld bewegt. Dabei entsteht elektrische Ladung. Die Lorentzkraft bewirkt die Umwandlung der mechanischen in elektrische Energie, indem sie auf die elektrischen Ladungen in dem Magnetfeld wirkt. Dadurch findet eine Ladungsverschiebung statt, wobei elektrische Spannung erzeugt wird. Erst dann kann der Strom fließen.

Stromaggregate erzeugen Wechsel- und Drehstrom, wie er in allen Haushalten aus der Steckdose kommt. So können alle üblichen elektrischen Geräte des THW angeschlossen werden, wie zum Beispiel Beleuchtungsanlagen, Betonkettensägen oder Pumpen.

Wie durch Butter schneiden


 
Auf den ersten Blick ähnelt die etwa zehn Kilogramm schwere Betonkettensäge einer handelsüblichen Motorsäge. Beim genaueren Hinsehen stellt man drei wesentliche Unterschiede fest.

Die Zähne der Säge sind kleine Steine aus einem gebrannten Diamantgemisch. Sie schleifen sich so glatt durch Stahlbeton und Glas, wie ein Messer ein Stück Butter schneidet. Die Kette beschleunigt im Freilauf auf rund 85 Kilometer pro Stunde. Geschmiert wird die Kette nicht mit Öl, sondern mit einem Wasserstrahl, der beim Betrieb der Säge ständig über die Kette fließt. Gleichzeitig kühlt das Wasser das gesamte Schneideblatt, da gerade beim Schleifen von Beton hohe Reibungshitze auftritt.

Das Wasser bindet zudem Staub und Splitter. Dieser Vorteil kommt insbesondere beim Schneiden von Glas zum Tragen. Fünfzehn Liter Wasser werden pro Minute von der Kettensäge benötigt. Für ein 60 mal 70 Zentimeter großes Loch fließen etwa 900 Liter Wasser durch die Säge; das entspricht etwa dem Fassungsvermögen von sechs Badewannen.

Mit der Betonkettensäge können die THW-Helfer nahezu erschütterungsfrei Wand- und Deckendurchbrüche durch Beton, Naturstein und Glas schneiden.

THW Osterode im Überblick

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Viel Spaß!