Osterode. Einsatzkräfte von 3 Ortsverbänden vom Technischen Hilfswerk (THW) probten und erarbeiteten eine Lösung für die mobile Versorgung mit Internet um im Bedarfsfall die weißen Flecken“ in der Digitallandschaft zu überbrücken.

Schnell ist es passiert: Ein Einsatzgeschehen entwickelt sich, die Lage wächst an und der Kommunikationsbedarf steigt. Kurzfristig ist Funk dabei ein wichtiger Faktor, aber bei längeren Einsätzen sind ein fester Telefonanschluss und eine Internetverbindung immer entscheidender. Doch was macht man, wenn dies nicht so einfach zur Verfügung gestellt werden kann, da die Einsatzstelle abgelegen ist oder die Verbindungen aus anderen Gründen gestört sind? Hilfreich wäre eine standortunabhängige Kommunikationsmöglichkeit mithilfe einer Satellitenanlage.

Am Wochenende vom 18. bis 20. September 2020 trafen sich Einsatzkräfte des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen in Osterode am Harz zu einem Workshop, um für diesen Fall für Führungsstellen eine Einsatzoption zur Verfügung stellen zu können. Ziel war es, Konzepte und Anleitungen für die Sicherstellung einer mobilen Internet- und Kommunikationsverbindung via Satellit im Einsatzfall zu erarbeiten. Das System wurde in der Vergangenheit durch die Fachgruppen Führung und Kommunikation (FGr. FK) Oldenburg und Osterode getestet. Zukünftig soll es als zusätzliche Einsatzoption in diesen Fachgruppen vorgehalten werden, um eine gute Abdeckung im THW – Landesverband Bremen, Niedersachsen sicherzustellen.

Neben grundsätzlichen einsatztaktischen Überlegungen wurde dabei eine Aufbauanleitung für die Satellitenanlage erarbeitet, ein Erkundungsbogen für den Aufbauplatz zusammengestellt und Hinweise für eine Internetpräsenz und mögliche Anforderer erstellt. Neben der Arbeit in Workshops waren auch die Absprachen in großer Runde ein zentrales Element. Einsatzkräfte, die das System erst kennenlernten, wurden im Aufbau und in den Besonderheiten ausgebildet. Mithilfe der erarbeiteten Unterlagen wird nun die Standortausbildung in den drei Fachgruppen fortgeführt. Die Einsatzkräfte der Ortsverbände Osterode, Hoya und Oldenburg freuen sich auf die weitere Entwicklung zu diesem Themenbereich.

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Bilder: André Tuschek, THW

Text: THW

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