Osterode. „Wenn nichts mehr geht, holen wir die Feldkabel raus“ lautete der Arbeitstitel der Ausbildung der Fachgruppe K vom Fachzug Führung&Kommunikation aus Osterode. Die Ehrenamtlichen vom Technischen Hilfswerk (THW) übten mit dem Kommunikationssystem Awitel, stellten feldmäßige Telefonverbindungen her und übten den Umgang mit den Geräten.
AWITEL – (Albis Wire Telephone) ist eine digitale Feldtelefontechnik, die von Siemens für die Schweizer Armee entwickelt wurde und auch von anderen Organisationen genutzt wird. Im Vergleich zu der alten OB-Technik mit dem Feldtelefon 50 erfordert der Aufbau eines AWITEL-Netzes nur wenig Aufwand. Man bedient sich weiterhin des Feldkabels und des Feldkabelbaus. Bei der OB-Technik musste für jedes einzelne Endgerät eine eigene Leitung gelegt werden, will man einen individuellen Sprachkanal haben. Da das AWITEL-System ein digitales Bussystem ist, reicht eine Leitung, um 30 Endgeräte zu versorgen. Das Vermitteln einzelner Gespräche übernimmt das System selbst. Es können bis zu 100 IDs vergeben werden. Über eine Leitung lassen sich sieben Duplex-Gespräche führen. Die Feldkabelstrecke für ein AWITEL-Netz kann max. 12 km lang sein. Einzelne AWITEL-Netze lassen sich durch das AWINAP verbinden. Das AWINAP öffnet dem AWITEL-Netz die Möglichkeit, öffentliche Telefonnetze, Funkanlagen und OB-Netze zu benutzen oder weitere AWITEL-Netze über die genannten Wege zu verbinden. Zwei direkt benachbarte AWITEL-Netze lassen sich mittels zweier AWITEL und eines Verbindungskabels auch ohne AWINAP verbinden. Allerdings bietet die Verbindung zweier Netze mittels zweier AWINAP den Vorteil, dass die beiden Netze über eine grössere Entfernung (10 km) verbunden werden können, während das AWITEL-Verbindungskabel höchstens 10 m lang sein kann.
AWITEL-Endgerät
Das AWITEL ist das eigentliche Feldtelefon. Es signalisiert eingehende Anrufe mit der Anzeige der rufenden ID und einem akustischen Signal. Es können Einzelrufe, Gruppenrufe, Rundsprüche und Sammelrufe getätigt werden. Je nach Dringlichkeit können Anrufe auch priorisiert werden, das heisst, ein laufendes Gespräch kann unterbrochen oder geschützt werden.
Beim Anschliessen eines AWITEL an einer bestehenden Feldkabelleitung bedient man sich einer Kopplereinheit. Die Koppeleinheit ermöglicht es, durch elektromagnetische Übertragung das Nutzsignal auf das Kabel zu übertragen, ohne das Kabel beschädigen zu müssen. Dies ist ein weiterer Vorteil des Systems. Betrieben wird das AWITEL von vier Mignon-Batterien, die bei intensiver Nutzung bis zu 24 h halten.
AWINAP
Das AWINAP erweitert ein AWITEL-Netz. Es dient als Gateway
- Funknetz
- Telefonnetz
- analogen Feldtelefon-Netz
- weiteren AWITEL-Netz mittels einer Funkbrücke
Die Stromversorgung des AWINAP erfolgt über vier Monozellen.
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Text, Bilder: THW
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Das Technische Hilfswerk ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes. Sie leistet technisch-logistische Hilfe im Inland wie im Ausland. Rund 88.000 Menschen darunter Techniker Ingenieure aber auch Spezialisten aus vielen weiteren Fachrichtungen engagieren sich ehrenamtlich in 669 THW-Ortsverbänden. Sie sind kompetente Partner der Feuerwehren der Polizei sowie der Hilfsorganisationen bei der Abwehr von Gefahren und der Beseitigung der Folgen von Unfällen und Katastrophen. Unterstützt wird dieses ehrenamtliche Engagement durch rund 2.000 hauptamtlich Beschäftigte in den 66 Regionalstellen den acht Dienststellen der Landesverbände, 3 Ausbildungszentren sowie der THW-Leitung in Bonn. Das THW ist bundesweit einheitlich organisiert und ein verlässlicher Partner. Auf allen örtlichen Ebenen stehen Ihnen Ansprechpartner zur Verfügung. Wenn Sie das Technische Hilfswerk anfordern wollen brauchen Sie nur mit dem nächstgelegenen THW-Ortsverband oder der THW-Regionalstelle Kontakt aufzunehmen. Sie eröffnen den Zugang zum „technischen Baukasten“ des THW der für eine Reihe von Schadenslagen die passenden Spezialeinheiten mit fachkundigen Einsatzkräften aus dem gesamten bundesweiten Einsatzpotenzial bereithält.
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